18. Dezember 2020

Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) und Thales haben einen Vertrag über die Lieferung und Integration des Führungs- und Waffeneinsatzsystems für das „Mehrzweckkampfschiff 180“ (MKS 180) der Deutschen Marine unterzeichnet. Das Führungs- und Waffeneinsatzsystem von Thales umfasst das Combat Management System „Tacticos“ und den AWWS Fire Control Cluster. Der Vertrag beinhaltet zunächst insgesamt vier Schiffssysteme sowie Logistikdienstleistungen und die Ausrüstung mehrerer Test- und Ausbildungsanlagen. Er ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung des Projekts MKS 180.

Bereits im Juni dieses Jahres hatten DSNS und das deutsche Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) den Vertrag für den Entwurf und Bau von vier MKS 180 für die Deutsche Marine unterzeichnet. DSNS hatte sich zuvor mit seinem Angebot in einer mehrjährigen europäischen Ausschreibung durchgesetzt. Das komplexe Projekt beinhaltet den Bau von vier Schiffen sowie der zugehörigen Test- und Ausbildungsanlagen an Land.

Nach mehr als fünf Jahrzehnten Zusammenarbeit, in der u.a. Seekampfschiffe für die Niederländische Königliche Marine und andere Länder gebaut wurden, bündeln DSNS und Thales ihr gemeinsames technologisches Know-how und heben es mit dem Projekt MKS 180 für Deutschland auf ein neues Niveau.

Hein van Ameijden, Managing Director von DSNS ist daher überzeugt: „Dieses binationale Projekt ist ein perfektes Beispiel für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie. Es kann als Anstoß für weitere zukünftige bi- oder multinationale Projekte im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit dienen. Zusammen mit Thales und Blohm+Voss realisieren wir ein Projekt, das nicht nur den Anforderungen der Deutschen Marine entspricht, sondern auch einen wichtigen Beitrag für das Setzen europäischer Standards leisten wird. Wir erhalten Schiffbau-Kompetenz in Deutschland, den Niederlanden und damit auch Europa insgesamt.“

Zusammen mit seinem deutschen Partner Blohm+Voss wird DSNS das Projekt so umsetzen, dass rund 80% der Gesamtinvestition als Wertschöpfung in Deutschland verbleiben. Die Schiffe werden auf Werften in Hamburg, Kiel und Wolgast gebaut. Auch der Vertrag mit Thales unterstreicht die lokale Wertschöpfung und die Know-how-Entwicklung in Deutschland: Rund 70% der Dienstleistungen bei Thales werden von Thales Deutschland mit Standorten in Kiel und Wilhelmshaven in Zusammenarbeit mit einer beträchtlichen Anzahl von Subunternehmern in ganz Deutschland erbracht werden. Daneben wird auch das Thales Marine-Kompetenzzentrum in den Niederlanden in das Projekt eingebunden werden.

Oben Bild von links nach rechts:
Gerben Edelijn CEO Thales Nederland, Hein van Ameijden Managing Director Damen Schelde Naval Shipbuilding

Auf dem zweiten Bild von links nach rechts:
Hein van Ameijden Managing Director Damen Schelde Naval Shipbuilding, Gerben Edelijn CEO Thales Nederland

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