22. Juni 2021

Damen Naval und DNV Maritime mit Hauptsitz in Hamburg haben am 07.06.2021 einen Vertrag für eine umfassende Klassifizierung und Verifizierung der neuen Fregatten der Klasse 126 (F126) für die Deutsche Marine unterzeichnet. Nach der Unterzeichnung des Vertrages wird DNV Maritime mit seiner deutschen Niederlassung während der gesamten Projektlaufzeit in Hamburg umfangreiche Beratungstätigkeiten sowie weitergehende Untersuchungen und Inspektionen der Schiffe durchführen.

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Dazu zählen unter anderem Unterstützung bei der Definition des sog. Plans der Leistungsnachweise sowie bei der Interpretation der Bauvorschriften und -unterlagen. DNV unterstützt zudem die Abnahme des Designs und des Baus der Mehrzweckkampfschiffe während der gesamten Bauzeit.

Damen Naval baut die vier (plus ggf. zwei optionale weitere) Fregatten zusammen mit seinen Partnern Blohm+Voss und Thales, nachdem die Partner sich im Jahr 2020 mit ihrem Angebot bei einer mehrjährigen europäischen Ausschreibung durchsetzen konnten. Das erste Schiff soll 2028 in Hamburg an die Deutsche Marine übergeben werden. Der Bau der Schiffe wird in Hamburg, Kiel und Wolgast und damit vollständig in Deutschland stattfinden.

Hein van Ameijden, Managing Director von Damen Naval sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Es freut mich außerordentlich, dass wir mit der Hamburger Niederlassung von DNV die weltweit führende Klassifikationsgesellschaft für das Projekt F126 gewinnen konnten. So setzen wir die lange Tradition fort, die DNV mit der Deutschen Marine verbindet. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass Standards und Sicherheit auf den Fregatten den höchsten Ansprüchen genügen, im Interesse der Soldatinnen und Soldaten, die auf den Schiffen Dienst tun werden. Sie sollen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben auf das bestmögliche Material zurückgreifen können.“

DNV blickt auf eine traditionsreiche Geschichte und langjährige Erfahrung bei der Klassifizierung deutscher Schiffe zurück. So unterstützte DNV in den letzten zwanzig Jahren die Zeichnungsprüfung, die Besichtigung der Neubauten, sowie die Verifizierung und Zertifizierung vieler deutscher Kampfeinheiten (Fregatten, Korvetten, Unterstützungsschiffe und U-Boote). Darüber hinaus bietet DNV seit den 1970er Jahren auch technische Abnahmen durch Klassifikationsdienstleistungen bei Neubauten, durch Besichtigungen während Werftliegezeiten, sowie durch Besichtigungsdienstleistungen während Erprobungsfahrten bei den nicht militärisch besetzten Einheiten der Bundeswehr an.

Christian von Oldershausen, vice president - business director navy von DNV Maritime: „Wir sind sehr erfreut, Damen Naval erneut bei einem herausragenden Marineneubauprojekt mit unseren speziell auf Marineschiffen ausgerichteten Zertifizierungsdienstleistungen unterstützen zu können und setzen damit die inzwischen gut etablierte Zusammenarbeit beider Unternehmen im Marineschiffbau fort. In unserer jahrzehntelangen Kooperation mit der Deutschen Marine wurde das sogenannte DNV Naval Technical Assurance Konzept entwickelt, welches unabhängig von den eigenen Klassifikationsregeln aber unter Verwendung der DNV Klassifikationsprozesse und -abläufe erforderte Abnahmen und Zertifizierungen nach durch den Kunden vorgegebenen Standards erlaubt. Dieses Konzept kommt auch bei der F126 zur Anwendung.“

Auch die Niederlande setzen auf das Knowhow und die Kompetenzen des DNV: So wurden vier Offshore- Patrouillenboote der „Holland-Klasse“, sowie das größte Schiff der niederländischen Marine, das von der Niederländischen und Deutschen Marine genutzte Unterstützungsschiff „Karel Doorman“, nach DNV-Regeln gebaut und durch DNV nach dem Naval Ship Code zertifiziert. Gleiches gilt für den Einsatzgruppenversorger „Den Helder“, den Damen derzeit baut. DNV wurde zudem als Klassifikationsgesellschaft für die vor Kurzem bei Damen Naval gestartete konzeptuelle Designphase für vier ASW-Fregatten für die Königlich Niederländische Marine und Königlich Belgische Marine ausgewählt. Die Military Seaworthiness Authority der Königlich Niederländischen Streitkräfte ist bestrebt, dass alle Schiffe durch die Beauftragung von Klassifikationsgesellschaften, wie DNV, nach dem Naval Ship Code oder dem Naval Submarine Code verifiziert und überprüft werden. Die Einbindung des DNV bei der Zertifizierung und Klassifikation von Marineschiffen beider Nationen unterstreicht beispielhaft die langjährige und intensive deutsch-niederländische Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Auf dem Bild von links nach rechts:
Dirk Henneberg, Teilprojektleiter Beschaffung F126, Damen Naval, Sven Dreessen, Manager Newbuilding Area Germany, DNV Maritime, und Christian von Oldershausen, Business Director Naval & Governmental Vessels, DNV Maritime

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